USA
Drei Wochen USA. Für keine Reise habe ich bisher mehr recherchiert und vorbereitet. Nicht zuletzt, weil es einfach so viele tolle Orte gibt und man in dieser Zeit gar nicht alles schaffen kann. Wir haben uns dabei gegen die ganz klassische Route mit San Francisco und Los Angeles entschieden, um mehr Zeit in der Natur und den National Parks verbringen zu können.
Unsere Route in der Übersicht:
Tag 01 Ankunft
Tag 02 Joshua Tree National Park
Tag 03 Route 66
Tag 04 Sedona
Tag 05 Sedona
Tag 06 Grand Canyon National Park
Tag 07 Page
Tag 08 Page
Tag 09 Page
Tag 10 Monument Valley State Park
Tag 11 Moab, Arches National Park
Tag 12 Moab, Canyonland National Park
Tag 13 von Moab nach Escalante
Tag 14 Escalante
Tag 15 Escalante
Tag 16 Bryce Canyon National Park
Tag 17 Zion National Park
Tag 18 Zion National Park
Tag 19 Valley of Fire State Park
Tag 20 Death Valley National Park
Tag 21 Las Vegas
Tag 22 Rückflug
Tag 1: Welcome to America
ROUTE: vom Los Angeles Airport zum Joshua Tree National Park
DISTANZ: 255 km
Früh morgens um 4.00 Uhr ging es für uns los zum Flughafen - von Hamburg, über London weiter nach Los Angeles. Dort am frühen Nachmittag angekommen, wollten wir eigentlich nur schnell das Auto abholen und dann nach Palm Springs. Leider haben wir am Airport fast drei Stunden gebraucht. Und auch beim Abholen des Mietwagens mussten wir etwa zwei Stunden Zeit und vor allem erneut sehr viel Geduld mitbringen. Wir entschieden uns deshalb dazu direkt zur Unterkunft am Joshua Tree National Park zu fahren.
Tag 2: Too Hot To Handle
DISTANZ: 200 km
Als erstes ging es für uns zum Visitor Center des Joshua Tree National Parks, wo wir uns den ‘American the Beautiful Pass’ gekauft haben. Gestartet am West-Eingang, ging es für uns zum Hidden Valley Trail, danach zum Baker Dam. Mittags wurde es so heiß, dass wir uns entschieden haben nur noch einen kurzen Stop am Cholla Cactus Garden zu machen und dann etwas Essen zu gehen, einzukaufen und den Nachmittag in unserer Unterkunft zu verbringen. Den Abend haben wir in unserem privaten Whirlpool unter dem Sternenhimmel ausklingen lassen.
Joshua Tree National Park
Benannt nach dem seltenen Joshua Tree, der das weitläufige Parkgebiet durchziehen, liegt der National Park im Südosten von Kalifornien, nur knapp zwei Stunden von Los Angeles entfernt. In der sonst kargen Wüste treffen große Felsen auf Sträucher und Kakteen. Früher wurde auf dem Gelände sogar Gold und Silber in Minen abgebaut, aber auch Vieh gehalten. Heute hingegen locken Ausblicke und Wanderwege die Besucher:innen:
Arch Rock
Hidden Valley Nature Trail
Skull Rock
Cholla Cactus Garden
Baker Dam
Keys Ranch (hierfür muss man allerdings einen Slot buchen, was wir vorher nicht wussten)
Penguin Rock & Juniper Tree
Heart Rock
Split Rock
Oak Pine
UNTERKUNFT IN JOSHUA TREE
Blockhütte
Diese wunderschöne Unterkunft ist eine abgelegene Blockhütte aus dem Jahr 1958. Sie wurde komplett renoviert, modern und hochwertig eingerichtet und solarbetrieben. Ein absolutes Highlight ist der neue Whirlpool.
Um zur Hütte zu gelangen, muss das letzte Stück auf unbefestigter Straße zurückgelegt werden. Wenn ihr dabei der Beschreibung und nicht dem Navi folgt, ist das auch ohne Allradantrieb machbar. Zum West-Eingang des Joshua Tree National Parks sind es von hier etwa 20 Minuten.
view
Tag 3: Route 66
ROUTE: vom Joshua Tree National Park nach Sedona
DISTANZ: 665 km
Aufgrund der Hitze am Vortag haben wir noch ein paar Stationen im Joshua Tree National Park nachgeholt. Um 7.00 Uhr ausgeheckt, sind wir diesmal über den Nord-Eingang direkt zum Arch Rock gefahren. Um Zeit zu sparen, haben wir dafür nicht auf dem offiziellen Parkplatz geparkt, sondern auf dem White Tank Campground. Eigentlich nur für Camper:innen, aber vor 8.00 Uhr scheint das Parken dort geduldet zu werden. Danach haben wir Halt am Split Rock und der Oak Pine gemacht. Beide direkt vom Parkplatz aus zu erreichen, aber auch nicht besonders spektakulär. Der Skull Rock ist fast von der Straße aus zu sehen und die gesamte Area lädt zum Entdecken ein.
Für uns ging es aber weiter, da wir heute die längste Route der gesamten drei Wochen vor uns hatten. Versucht vorher zu tanken, da das Benzin auf diesem Streckenabschnitt sehr teuer werden kann. Unser erster Stop war dabei Roy’s Motel. Hier ist auch das ikonische Route66 Logo auf der Straße. Lunch hatten wir im Mr. DZ in Kingsman. Ein typisches Diner. Das Essen war okay, aber hier isst man auch mehr aus Nostalgie, als aufgrund des tollen Essens. Mit einem kurzen Stop beim Hackberry General Store, sind wir durch Flagstaff über die 89A nach Sedona gefahren.
Nach einem schnellen Check-In im Hotel, sind wir für den Sonnenuntergang zum Airport Lookout gefahren. Ein beliebter und deshalb auch recht voller Ort. Essen waren wir im The Hudson. Wer hier rechtzeitig kommt, oder reserviert, kann das tolle Essen auch auf der Terrasse mit Blick auf die Stadt genießen.
UNTERKUNFT IN SEDONA
Courtyard by Marriott Sedona
Das Courtyard by Marriott in Sedona hat einen schönen Blick auf die Landschaft, einen beheizten kleinen Pool und Fitnessraum. Frühstück gibt es leider erst ab 7.00 Uhr morgens, die Zubereitung dauert aber nicht lange und es kann auch zum Mitnehmen bestellt werden. Vor allem das ‘French Toast’ und das ‘Peanut Butter Bread’ mit Früchten waren super lecker. Der Parkplatz kostet hier noch mal extra.
Tag 4: Best Sunset Hike
DISTANZ: 145 km
Im Hotel das Frühstück zum Mitnehmen bestellt, sind wir zum West Fork Trail gefahren. Eine schöne Wanderung durch den Wald. Geht hier unbedingt nicht nur die offizielle Route, sondern an dessen Ende durch den Fluss noch weiter in den Canyon hinein. Schon ein kleiner Vorgeschmack auf die Narrows im Zion National Park.
Zum Lunch waren wir im Tlaquepaque Arts & Shopping Village, einem kleinen Stadtviertel in Sedona, dass einem traditionellen mexikanischen Dorf nachempfunden wurde. Die kleinen Läden und Galerien für Kunsthandwerk laden zum Bummeln und Verweilen ein. Durch zahlreiche Pflanzen und Brunnen ist es hier um einiges kühler als in der restlichen Stadt.
Um der Hitze etwas zu entkommen sind wir anstatt in den Hotelpool, zum Schwimmen an den Grasshopper Point gefahren. Einer tollen Badestelle mit genügend natürlichem Schatten. Alternativen sind die Midgley Bridge oder der Red Rock Crossing Trail. Am späten Nachmittag kühlte es sich etwas ab und wir machten uns langsam auf den Weg zum Cathedral Rock Trail. Nach einem kurzen Stop an der Chapel of the Holy Cross ging es für uns vom Parkplatz knapp eine Stunde hoch zum Aussichtspunkt, wo wir auf den Sonnenuntergang warteten. Einfach magisch und einer der schönsten Orte auf der ganzen Reise für uns. In der Dämmerung machten wir uns langsam an den Abstieg und fuhren zurück zum Hotel.
Sedona
Die Kleinstadt in Arizona ist ein Outdoor-Paradies aus roten Felsen mit zahlreichen Möglichkeiten zum Wandern, Mountainbiking oder Quad fahren.
Gleichzeitig gilt Sedona schon lange als spiritueller Ort. Menschen aus der ganzen Welt reisen an, um die hier freigesetzten Energieströme in sich aufzunehmen, denn ihnen werden spirituelle, heilende und meditative Wirkungen nachgesagt. Spas und Geschäfte für Kristalle sind wirklich überall zu finden.
Cathedral Rock Trail
Subway Cave
West Fork Trail
Tlaquepaque Arts & Shopping Village
Chapel of the Holy Cross
weltweit einziges McDonalds mit blauem Logo
Grasshopper Point Swimming & Picnic Area
Red Rock Crossing Trail
Seven Sacred Pools
Tag 5: Red & Blue
ROUTE: von Sedona zum Grand Canyon National Park
DISTANZ: 200 km
Nach einem leckeren Frühstück im Hotel, haben wir ausgecheckt und sind zu unserem nächsten Trail. Ziel war die Subway Cave. Um 8.00 Uhr gestartet, konnten wir die erste Hälfte des Weges im Schatten des Berges laufen. Wie überall in Sedona war es hier sehr grün und so konnten wir auch danach hin und wieder bei den Bäumen und Sträuchern etwas vor der Sonne und ihrer Wärme Schutz finden. Am Ende des offiziellen Trails ging es noch etwa 15 Minuten weiter Richtung Cave. Dort angekommen, konnte man entweder direkt den Spalt oder links den Berg hochklettern und oben auf dem Vorsprung dann zur Cave weitergehen. Wir haben uns für den vermeintlich leichteren Weg links hoch entschieden. Oben angekommen hat man einen wunderschönen Blick. Wer mag könnte auch weiter um den Berg wandern. Zurück habe ich mich für den direkten Weg entschieden. Abgesehen von einer Stelle kein großes Problem, da der Stein recht rutschfest ist. Stellt euch aber darauf ein, dass ihr an diesem Ort nicht alleine seid und ihr für das perfekte Foto ein wenig Geduld mitbringen müsst. Auf dem Rückweg gab es kaum Schatten und es war wirklich warm. Und passt etwas auf, unseren Weg hat sogar eine Klapperschlange gekreuzt.
Danach ging es für uns zu McDonalds. Dem weltweit einzigen, mit blauem Logo. Mittags wollten wir etwas durch die Innenstadt schlendern. Bei weit über dreißig Grad allerdings keine gute Idee, weshalb wir uns entschieden noch mal nach Tlaquepaque zu fahren. Hier haben wir uns in einer Bar etwas abgekühlt, bevor es Richtung Grand Canyon zu unserer dritten Unterkunft ging - einem alten Bus, der zum Camper umgebaut wurde.
Der Camping Bus steht mitten auf einem Feld im Nirgendwo. Der perfekte Ort für einen schönen Sternenhimmel. Aber auch für Tiere. So waren wir nicht alleine im Camper, sondern es hatte sich wahrscheinlich auch eine Maus im Inneren gemütlich gemacht. Vor Angst, die Maus könnte sich in unser Bett verirren, konnte ich nicht wirklich schlafen und lag bei Licht mehr oder weniger die ganze Nacht wach.
UNTERKUNFT AM GRAND CANYON
Glamping Bus
Der umgebaute 1966er GMC Greyhound steht etwa 30 Minuten entfernt vom Süd-Eingang des Grand Canyon National Parks auf einem Feld. Glamping würde ich dazu allerdings nicht (mehr) sagen. Der Bus und die Einbauten sind etwas in die Jahre gekommen und auch sonst hat es eher WG-Feeling. Wen das aber nicht stört, findet hier einen tollen individuellen Ort.
Tag 6: Feeling Small
DISTANZ: 180 km
Trotz Schlafmangel ging es für uns top motiviert etwa 30 Minuten zum South Grand Canyon. In der Hauptsaison macht es absolut Sinn mit den Shuttle Bussen und nicht dem eigenen Auto zu fahren, weshalb wir unseren Wagen hier am Visitor Center geparkt haben. Wir sind früh los um den Kaibab Trail zu wandern. Auf dem Hinweg noch viel im Schatten, war zurück schon etwas mehr Sonne und es wurde recht schnell sehr warm. Denn im Canyon wird es wärmer, als oben auf dem Rim.
Zum Visitor Center sind wir zurück spaziert, vorbei an Hirschen und Streifenhörnchen. Im Shuttle ging es Richtung Grand Canyon Village. Vom Hopi House entlang des Rims sind wir erstmal Essen gegangen. Mit dem Shuttle zurück fuhren wir zum Geological Museum. Zum Desert View Watchtower kann man mit dem eigenen Auto fahren. 30 Minuten entfernten hat man von hier noch mal einen ganz anderen Blick in den Canyon. Wir holten uns Eis und Milchshake, bevor es pünktlich zum Sonnenuntergang zum Mather Point ging. Auch wenn man hier alles andere als alleine ist, war es doch eine schöne Atmosphäre und ein schöner Abschluss vom Tag am Grand Canyon.
Grand Canyon National Park
Im Norden von Arizona liegt das wohl mit Abstand bekannteste Naturschutzgebiet der USA - der Grand Canyon National Park. Wenn man an diese Region und an den Wilden Westen denkt, hat man die Schluchten, durch die sich der Colorado River schlängelt, unweigerlich vor Augen. Dabei gibt es mit dem South Rim, dem North Rim und dem West Rim drei unterschiedliche Seiten des Canyons, die besucht werden können. Neben Wanderungen sind wohl Hubschrauber-Touren das Must-Do. Auch wenn man es denken könnte; es ist nicht der größte Canyon der Welt.
Grandview Point
Mather Point
Yavapai Point
Hopi Point
Desert View Watchtower
Tag 7: Where the River Bends
ROUTE: vom Grand Canyon National Park nach Page
DISTANZ: 385 km
Morgens haben wir alles zusammengepackt und sind los Richtung Page. Etwa eine Stunde vor Page liegt die Navajo Bridge. 1929 gebaut war sie damals die einzige Möglichkeit, den Colorado River entlang des Arizona Strip zu überqueren. Heute beheimatet sie Kalifornische Kondore. Mit etwas Glück könnt ihr sie unten auf der Brücke sitzen sehen.
Danach ging es zum Wahrzeichen von Page, dem Hoersho Bend. In der Mittagshitze allerdings nicht die beste Idee, denn auf dem zwei Kilometer langen Weg gibt es lediglich zwei Schattenplätze. Von der Aussichtsplattform hat man natürlich den perfekten Blick auf den Canyon, aber für Fotos ist es links und rechts davon etwas schöner.
Heilfroh wieder im klimatisierten Auto zu sitzen, ging es für uns noch kurz einkauften und etwas essen, bevor wir zur Unterkunft gefahren sind. Abends sind wir in der Nähe der Anlage spazieren gewesen und haben im gemütlichen Gemeinschaftsbereich vom Hotel zu Abend gegessen.
Page
Eine im Grunde recht unbedeutende Kleinstadt, in deren Umgebung sich jedoch so viele Attraktionen befinden, dass sie zum touristischen Hotspot mit entsprechender Infrastruktur herangewachsen ist:
Hoersho Bend
White Pocket
(Upper & Lower) Antelope Canyon
Lake Powell
Lone Rock (Beach)
Petroglyphs
Höhle an der Shell Station
Cathedral Wash Trail
Navajo Bridge
Toadstool Hoodoos
The Wave (nur mit Premit)
The New Wave
UNTERKUNFT BEI PAGE
Under Canvas Lake Powell - Grand Staircase
Das Under Canvas war unsere mit Abstand teuerste Unterkunft vom gesamten Roadtrip, nicht zuletzt, weil wir uns ein Stargazer-Zimmer gegönnt haben. Wir waren in Zelt Nummer 29 und hatten einen tollen Blick auf den Sonnenaufgang. Sollte es zu kalt werden, hat man die Möglichkeit den kleinen Holzofen zu nutzen. Bei uns war es allerdings so warm, dass ich mir stattdessen lieber eine Klimaanlage gewünscht hätte.
Um Tiere von den Zelten fernzuhalten, ist Essen und Trinken (abgesehen von Wasser) nur im Gemeinschaftsbereich erlaubt. Entweder bringt man sich sein eigenes mit oder bestellt etwas im Hotel-Restaurant. Wir haben beides gemacht und können das Essen nur wärmstens empfehlen - es ist wirklich sehr lecker. Abends können hier auch Marshmallows an den Feuerstellen geröstet werden.
Achtung, die Unterkunft liegt im Gegensatz zu Page nicht in Arizona, sondern in Utah - das bedeutet eine Stunde Zeitverschiebung.
Das Under Canvas gibt es aber nicht nur hier, sondern auch in der Nähe vieler anderer National Parks.
Tag 8: Mars on Earth
DISTANZ: 315 km
Morgens um 7.00 Uhr ging es für uns los zum Cathedral Wash Trail. Am Startpunkt gibt es eine kleine Parkbucht, von dort geht es direkt los. Immer tiefer durch den Canyon kommt man nach ungefähr einer Stunde am Colorado River heraus. Ein kleiner Strand, den wir ganz für uns alleine hatten.
Von hier ging es für uns weiter nach Kanab - dem Treffpunkt für die White Pocket Tour. Unsere kleine Gruppe bestand aus dem Guide und drei weiteren Personen. Wir fuhren etwa eine Stunde, bis es weitere eineinhalb mit Allrad durch teilweise sehr tiefen Sand zu diesem magischen Ort ging. Wir sind etwa zwei Stunden über das gesamte Gelände spaziert und haben diese beeindruckende Gesteinswelt fast alleine bestaunen und entdecken können. Erst kurz vor dem Sonnenuntergang kamen noch ein paar andere Menschen hier an. Im Dunkeln ging es dann zweieinhalb Stunden zurück nach Kanab, von wo es für uns mit einer Wegpizza noch mal eine Stunde zur Unterkunft war. Um kurz nach Mitternacht sind wir ziemlich kaputt einfach nur noch ins Bett gefallen.
Tag 9: Under the Surface
DISTANZ: 85 km
Den nächsten Tag sind wir etwas ruhiger angegangen und haben erstmal entspannt in der Unterkunft gefrühstückt, bevor wir zum Treffpunkt für unsere nächste Tour gefahren sind; dem Lower Antelope Canyon. Dieser Canyon darf ausschließlich mit einem Guide durchquert werden, da das Gebiet Privatgelände ist und dem Navajo Stamm gehört. Mitnehmen darf man nur sein Handy, eine Kamera und eine Flasche Wasser. Keine Tasche, sei sie auch noch so klein. Tatsächlich wurden wir und die anderen aus unserer Gruppe (insgesamt 15 Personen) die 400 Meter ziemlich durchgeschleust und immer wieder zur Eile aufgefordert. Seid hier am besten immer ganz vorne, um die Möglichkeit für schöne Fotos auch ohne Menschen zu haben. Nach einer Stunde sind wir zurück an der Oberfläche gewesen.
Unser nächster Halt war eine Höhle, die nur wenige Schritte von einer Jet Tankstelle entfernt ist. Noch kurz etwas einkaufen und essen, danach ging es erstmal zurück in die Unterkunft. Zum Sonnenuntergang sind wir an den Strand beim Lone Rock gefahren. Ein toller Ort zum Campen, Entspannen und Baden, trotzdem ist es nicht überfüllt. Zurück im Hotel haben wir uns an eines der kleinen Lagerfeuer gesetzt und dort einen sehr netten Abend verbracht.
Monument Valley State Park
Das Monument Valley ist eine Ebene im Südosten Utahs, auf dem Colorado Plateau gelegen, die vor allem aufgrund ihrer Tafelberge ein einzigartiges Panorama bietet. Seine wesentliche Bekanntheit hat das Tal tatsächlich aber zahlreichen Hollywood-Filmen, vor allem aus den 40er- bis 60er-Jahren, zu verdanken. Es kann entweder auf eigene Faust oder im Rahmen einer geführten Tour erkundet werden.
Tag 10: Wild Wild West
ROUTE: von Page nach Moab
DISTANZ: 495 km
Geweckt von einem traumhaften Sonnenaufgang, haben wir unsere Sachen gepackt und noch mal lecker gefrühstückt. Dann ging es für uns auf die Straße Richtung Norden zum Monument Valley State Park. Nach drei Stunden Fahrt sind wir am Visitor Center angekommen und hatten einen ersten Panorama-Blick auf das gesamte Gebiet. Von hier startet man direkt auf den Moment Valley Drive. Aber Achtung, ihr solltet auf jeden Fall ein Auto mit hohem Radstand haben, besser noch wäre natürlich ein Allradwagen, aber den hatten wir auch nicht. Vor allem am Anfang und Ende (Rundtour) muss man gut fahren, da es hier sehr sandig und uneben ist. Beim ersten Versuch sind wir tatsächlich wieder umgedreht, da wir Angst hatten nicht wieder hochzukommen. Nachdem wir aber gesehen haben, welche Autos dort sonst so unterwegs sind, haben wir einen zweiten, erfolgreichen Versuch unternommen. Insgesamt waren wir zwei Stunden im Vally unterwegs, haben immer wieder angehalten sind ausgestiegen und haben diese einzigartige Natur bewundert.
Nach einem kurzen Fotos Stop am Forest Gump Point ging es weiter und nach zweieinhalb Stunden sind wir in Moab angekommen, dem nördlichsten Punkt unserer Reise. Gegessen haben wir auf dem Food Truck Market, wo wir uns auch noch einen unfassbar guten Schoko Milchschake gegönnt haben.
Moab
Moab ist Utahs Gegenstück zu Arizonas Page - der ideale Ort für vielseitige Freizeitaktivitäten; Ausflüge mit dem Mountainbike oder dem Geländewagen, Flussexkursionen oder Wanderungen:
Arches National Park
Canyonland
Corona Arch
Roadside Petroglyphs
Wall Street (Climbing Area)
Potash Ponds
Moab ist dabei im Gegensatz zu Page aber um einiges persönlicher und hat uns als Ort viel besser gefallen.
UNTERKUNFT IN MOAB
Field Station Moab
Das Field Station ist ein tolles modernes Hotel im skandinavischen Look. Es ist nur etwa 10 Minuten vom Arches National Park entfernt und beherbergt vorwiegend Sportler:innen. Sollte einem noch Ausrüstung zum Klettern oder Wandern fehlen, kann man hier im Hotelshop noch kurzfristig etwas besorgen.
Beim Joshua Tree National Park gibt es ebenfalls ein Field Station. Für unsere Reisedaten war es damals allerdings schon ausgebucht.
Tag 11: Land of Arches
DISTANZ: 90 km
Wir hatten den Slot von 7.00 bis 8.00 Uhr morgens und sind gegen 7.30 Uhr im Park angekommen. Gestartet sind wir mit dem Delicate Arch Trail. Nach einer Stunde Wanderung sind wir an Ziel angekommen, so wie zahlreiche andere auch. Es war wirklich sehr voll und wir mussten für ein Foto etwas anstehen.
Alle anderen Arches konnten in 5 bis 15 Minuten erreicht werden. Ganze Reisebusse waren unterwegs uns standen auf den häufig sehr überfüllten Parkplätzen. Zwei mal kamen uns auch Gruppen mit kleinen Pfadfinder:innen entgegen.
Da es immer wärmer und voller wurde, sind wir zum späten Lunch wieder zum Food Truck Market gefahren und haben dann den Tag im Hotel ausklingen lassen.
Arches National Park
Einer der schönsten National Parks der USA im Osten von Utah. Mit seiner bunten Felslandschaft und vor allem natürlich den namensgebenden Bögen begeistert das Naturschutzgebiet jedes Jahr mehr als eine Million Besucher:innen. Der enorme Andrang liegt jedoch nicht nur in den Sehenswürdigkeiten an sich begründet, sondern auch in der leichten Erreichbarkeit der Höhepunkte – und daran, dass für fast jeden Geschmack etwas geboten wird. Lange Wanderungen sind genauso möglich, wie kurze Ausblicke:
Delicate Arch
Double Arch
Sand Dune Arch
North & South Window Arch
Turret Arch
Devils Garden Trailhead (Landscape Arch)
Für den Archen National Park benötigt man in der Hauptsaison zwischen 7.00 und 16.00 Uhr einen Timeslot, den man Online reservieren kann.
Tag 12: Cliffs and Canyons
DISTANZ: 215 km
Etwa eine Stunde von Moab entfernt liegt der Cayonland National Park. Beim Visitor Center machten wir unseren ersten Stop und hatten schon hier einen tollen Blick in den Canyon. Danach ging es zum wohl bekanntesten Spot, dem Mesa Arch. Besonders beeindruckend zum Sonnenaufgang. Den schönsten Blick auf den Canyon hatten wir allerdings vom Green River Overlook. Wir hatten hier keine große Wanderung geplant, uns aber spontan für den kurzen Upheaval Dome Trail entschieden. Wir brauchten etwa eine Stunde für beide Aussichtspunkte.
Wie sollte es anders sein, haben wir zurück wieder auf dem Food Truck Market etwas gegessen, bevor wir zum Sonnenuntergang den Corona Arch Trail gewandert sind. Je Weg haben wir etwa 30 Minuten geraucht und waren sogar fast alleine dort. Auf dem Rückweg haben wir an der Wall Street angehalten und dort Kletterer beobachtet und die Petroglyphs angeschaut.
Da es in Escalante keinen großen Supermarkt gibt, haben wir abends noch ein bisschen für die nächsten Tage eingekauft.
Canyonland National Park
Der Canyonlands National Park wird oft ein wenig vernachlässigt. Absolut zu Unrecht, findet man hier doch einige der schönsten Wanderwege und Aussichtspunkte im Südwesten der USA, die noch dazu einen kleinen Geheimtipp darstellen.
Vor allem begeistert das Naturschutzgebiet mit seiner enormen Vielfalt: Im ‘Island in the Sky District’ trifft man auf grandiose Ausblicke auf die Canyons und den sich schlängelnden Green River, während einen südlich im ‘Needles District’ unglaubliche Felsformationen erwarten:
Mesa Arch
Green River Overlook
White Rim Road & Overlook
Dead Horse Point
Tag 13: Out of this World
ROUTE: von Moab nach Escalante
DISTANZ: 435 km
Um 8.00 Uhr Morgens haben wir ausgeheckt und sind zum Airport Moab. Eigentlich zu meinem persönlichen Highlight in diesem Urlaub: einem Helikopter-Flug. Leider wurde es schon am Vortag immer windiger und an diesem Morgen war es zu doll für einen Flug durch den Canyon und er wurde leider abgesagt.
Wir sind also direkt weitergefahren zum Gobelin Valley State Park. Hier sind wir etwa eine Stunde durch die Gobelins gewandert. Danach kam der insgesamt schönste Streckabschnitt der gesamten Reise - direkt durch den Capital Reef National Park.
Auf dem Weg lag auch der Moon Overlook. Dafür sind wir eine Stunde die Schotterstraße entlang gefahren. An der Gabelung, an der das Navi einen gerade aus führt, fahrt am besten rechts. Diese Straße ist wesentlich einfacher zu fahren und weniger hubbelig, wenn auch vermeintlich ein wenig länger. Angekommen fühlt man sich tatsächlich wie auf einem anderen Planeten.
Im Capital Reef National Park haben wir kurz angehalten beim Grand Wash Trail, dort zwei Wanderer eingesammelt und zu ihrem geparkten Auto am Anfang der Route mitgenommen. Auf unserem Weg sind wir sogar über den Bergkamm gefahren wo wir immer wieder angehalten haben. Einfach beeindruckend,
Nach dem Check-In haben wir uns das Gelände angeschaut und im Aufenthaltsbereich entspannt, bevor es abends ins Autokino ging wo wir ‘Back to the Future’ geschaut haben.
Tag 14: Hidden Gem
DISTANZ: 160 km
Unser erster Tag, an dem es morgens richtig kalt war, sodass wir Pulli und Jacke anziehen mussten und direkt an der warmen Feuerstelle gefrühstückt haben. Wir kamen mit drei Männern ins Gespräch, die ebenfalls zum Jacob Hamblin Arch Loop wollten. Sie sind diese Wanderung schon einige Male erfolgreich gewandert und haben uns darin bestätigt, dass es sich absolut lohnen würde. Also sind wir zwei Stunden mit dem Auto über die Schotterstraße gefahren. Angekommen am Parkplatz waren wir das vierte Auto. Nach einer Stunde Wanderung durch Sand und über Steine kamen wir am Abgrund an. Dort waren die drei Männer gerade beim Abstieg und ein anderes Pärchen wartete. Die beiden haben das Seil hängen lassen, sodass wir dieses auch für den Ab- und Aufstieg nutzen konnten. Unten angekommen sind wir nach links zum Arch. Es sieht hier unten aus wie ein kleines verstecktes Paradies. Wer mag, kann den gesamten Trail wandern, aber wir entschieden uns dazu nur kurz hier unten zu verweilen und dann das Seil wieder hochzuklettern. Oben angekommen war der Weg zurück zum Auto alles andere als schön, ohne Schatten in der Mittagshitze einfach viel zu heiß und anstrengend. Um so dankbarer waren wir für den Pool. Frisch geduscht haben wir uns abends eine Pizza geholt und den Abend am Feuer ausklingen lassen.
Grand Staircase-Escalante
Das Grand Staircase-Escalante National Monument zählt zu den am schwersten zu erreichenden Regionen im Südwesten der USA, was gleichermaßen Vor- und Nachteile mit sich bringt. Denn die häufig lange, umständliche und mitunter nur mit Allradantrieb zu schaffende Anfahrt bedeutet zugleich, dass man sich hier tatsächlich weit abseits der ausgetretenen Pfade bewegt – und sich dementsprechend auf viel Stille und weitgehend unberührte Natur freuen kann:
Jacob Hamblin Arch
Devils Garden
Cosmic Ashtray
UNTERKUNFT IN ESCALANTE
Ofland
Neben einer Campsite hat man in Ofland die Wahl zwischen verschiedenen Unterkünften. Wir haben uns für die Tiny Cabin entschieden - vollkommen ausreichend, da man Zugang zu zwei sehr gut ausgestatten Badehäusern hat und sich auch sonst eher im Freien aufhält und den offenen und sehr gemütlichen Gemeinschaftsaufenthaltsraum nutzt. Den Abend kann man dann hier am Feuer oder im Auto-Kino mit kostenlosem (leider nur salzigem) Popcorn und Filmklassiker verbringen. Klasse ist auch die Möglichkeit auf dem Parkplatz sein dreckiges Auto mit einem Wasserschlauch abzuwaschen.
Tag 15: Little Timeout
ROUTE: von Escalante nach Tropic
DISTANZ: 115 km
Nach zwei Wochen haben wir uns für eine kleine Pause entschieden und die geplante Wanderung zum Cosmic Ashtray an dem Tag ausfallen lassen. Stattdessen haben wir ausgeschlafen, entspannt gefrühstückt und den Tag mit Lesen, Fußball gucken und Nichts Tuen verbracht. Der offene, aber überdachte Gemeinschaftsbereich ist dafür ideal.
Gegen späten Nachmittag sind wir weiter zu unserer Unterkunft in Tropic. Da der Bryce Canyon National Park nicht weit entfernt ist, sind wir zum Sonnenuntergang zum Sunset Point gefahren. Die Sonne selber sieht man von hier allerdings nicht wirklich. Aber der Canyon erstrahlt in dem schönem Sonnenlicht. Zurück in der Unterkunft haben wir uns ein paar Tacos beim Food Truck geholt.
Tag 16: Hoodoo Land
ROUTE: von Tropic nach Hurricane
DISTANZ: 335 km
Nach einem kurzen Frühstück sind wir erneut zum Bryce Canyon National Park. Geparkt beim Sunrise und Sunset Point ging es los mit dem Navajo Loop Trail. Wir haben diesen kombiniert mit dem Queens Garden Loop. Bevor es weiterging, haben wir noch einen kleinen Abstecher zur Natural Bridge gemacht, dann ging es Richtung Hurricane und Zion National Park.
Nachdem wir eingecheckt habe, sind wir etwas einkaufen gefahren und sind rechtzeitig zum Sonnenuntergang am Dixie Rock im Pioneer Park angekommen.
Bryce Canyon National Park
Im Südwesten von Utah findet man mit Bryce Canyon einen recht kleinen National Park. Das Besucheraufkommen ist aber auch hier hoch.
Tatsächlich ist es aber eigentlich gar kein echter Canyon, sondern die Abbruchkante eines Hochplateaus. Haushohe, bizarre Steinsäulen, Zinnen und Türmchen verschiedenfarbiger Sandsteinschichten (Hoodoos) und die dazwischenliegenden halbrunden, nach Osten offenen Schluchten (Amphitheater) bilden den Übergang des Plateaus zu der tiefergelegenen Ebene.
Wall Street
Navajo Loop
Sunset Point
Sunrise Point
Queens Garden
Natural Bridge
UNTERKUNFT IN TROPIC
Bryce Canyon Inn
Wir waren in einer der Hütten mit rustikalen Blockmöbeln. Fußläufig findet ihr Supermarkt und Restaurants. Direkt um die Ecke gibt es ‘The Pizza Place’. Wir sind allerdings zum Tacco-Truck auf der anderen Seite gegangen.
Tag 17: Don’t Look Down
DISTANZ: 105 km
Um 6.00 Uhr morgens ging es für uns zum Zion National Park. Wir kamen noch im Dunkeln auf dem Parkplatz des Visitor Centers an. Kurz vor 7.00 Uhr waren wir an der Warteschlange für den Shuttelbus und haben es tatsächlich in den allerersten Bus geschafft. Während der knapp 15 Minuten Fahrt wurde es immer heller und wir sind mit den ersten Sonnenstrahlen an Punkt 6 ‘The Grotto’ ausgestiegen. Von hier sind wir mit nur wenigen Anderen losgegangen und nach etwa einer Stunde am Scout Lookout angekommen. An dieser Stelle trennt sich der West Rim Trail vom Angels Landing Trail. Hier steht auch der Ranger, um sich euer Permit anzuschauen, wenn nicht beim Hin- dann beim Rückweg.
Wieder unten angekommen und zurück beim Visitor Center sind wir ins Auto gestiegen und zum Overlook Trail gefahren. Dafür fährt man durch einen recht langen Tunnel. Da dieser nur einspurig befahrbar ist, kommt es hier teilweise zu langen Wartezeiten. Vor allem auf dem Weg vom West-Eingang Richtung Visitor Center.
Zion National Park
Der Zion National Park liegt im Südwesten Utahs, gut 250 Kilometer nordöstlich von Las Vegas entfernt. Besonders sehenswert ist der Park aufgrund seiner riesigen Felsformationen. Dank unterschiedlichster Gesteinsschichten erstrahlt die Felslandschaft in vielen verschiedenen Farben und formiert Canyons. Trotz des großen Besucherandrangs ist der National Park noch sehr naturbelassen.
Angels Landing (nur mit Premit)
The Narrows
Overlook Trail
In der Hauptsaison ist der Großteil des Park nur mit Shuttelbussen zu befahren, ausgenommen davon sind Hotelgäste. In der Nebensaison kann man auch mit dem eigenen Auto durchfahren. Für uns war das vollkommen okay, da wir nie lange warten mussten oder es besonders voll war. Wer gerne unabhängig und gegebenenfalls auch vor 7.00 Uhr unterwegs sein will, der kann sich aber in Hurrican ein (Elektro-)Fahrrad ausleihen.
Das Wandern in den Narrows ist nicht das ganze Jahr über möglich und selbst von Frühling bis Herbst kann es nach starken Regenfällen zu gefährlich sein. Checkt deshalb immer vorab (im Visitor Center) ob es sicher ist.
UNTERKUNFT IN HURRICAN
Scheune
In der umgebauten Scheune befinden sich insgesamt vier private Gästesuiten. Alle mit großem Bett, kleiner Küchenzeile und Sitzgelegenheiten, sowie privatem Bad inklusive Waschmaschine. Wir waren in der Horse Stall Guest Suite. Zum Zion National Park fährt man von hier etwa 40 Minuten.
Tag 18: Water Trails
DISTANZ: 120 km
Einen kleinen Ticken später als am Vortag sind wir wieder zum Visitor Center gefahren und haben dort unser Auto geparkt. Wir sind in einen der ersten Busse eingestiegen und dieses mal bis zum Ende gefahren. Ausgestiegen am ‘Tempel of Sinawava’ sind wir etwa 30 Minuten dem Weg entlang gegangen bis es wirklich in die Narrows ging. Leider war es viel kühler als am Tag zuvor, was das Wandern in einer Schlucht mit Schatten und kaltem Wasser nicht gerade angenehmer macht. Insgesamt ist der Narrows Bottom Up Trail 15 Kilometer lang. Wir sind ungefähr zwei Stunden im kalten Wasser gewandert bis wir umgedreht sind. Wer will, kann den Canyon aber auch noch viel weiter rein gehen. Auf dem Rückweg ist die Sonne teilweise bis unten in den Canyon gekommen und je näher wir Richtung Anfang kamen, desto voller wurde es.
Den späten Nachmittag und Abend haben wir am Sand Hollow State Park ausklingen lassen.
Tag 19: Burning Beauty
ROUTE: von Hurricane nach Las Vegas
DISTANZ: 320 km
Auf dem Weg von Hurricane nach Las Vegas liegt der Valley of Fire State Park. Es ist ein eher kleiner Park und leider waren auch zwei Wanderungen gesperrt, weshalb wir nur ein paar Stunden hier verbracht haben. Über den Ost Eingang kommt man zuerst am Elephant Rock vorbei, danach an den Seven Sisters. Vorbei am Visitor Center fährt man den Scenic Drive, die White Domes Road entlang. Da der White Domes Loop und die Fire Wave gesperrt waren, sind wir den kurzen Rundweg der Rainbow Vista gewandert. Wir hatten noch etwas Zeit und sind vorbei am Balancing und Long Rock zu den Historic Cabins gefahren, bevor wir zum Atlatl Rock und Arch Rock gefahren sind. Nach dem letzten Stop an den Beehives Rock Formations sind wir über den West Eingang weiter nach Las Vegas gefahren.
Im Hotel eingecheckt, sind wir als erstes an den Pool und haben einfach entspannt, bis wir abends in einem der Hotelrestaurants zu Abend gegessen haben.
Valley of Fire State Park
Es ist der älteste und größte State Park Nevadas und liegt knapp eine Stunde vor Las Vegas. Namensgeber waren die roten Sandsteinformationen, die sich vor 150 Millionen Jahren aus großen Wanderdünen formten:
Fire Wave
Elephant Rock
Seven Sisters
White Domes
Rainbow Vista
Atlatl Rock
2024 waren die Trails zur Fire Wave und den White Domes von Mitte Mai bis Ende September geschlossen. Grund waren die heißen Temperaturen in diesen Monaten. Leider gilt dieses Verbot ohne Ausnahme und angeblich sind die Strafen extrem hoch, sollte man die Trails trotzdem gehen und vom Ranger erwischt werden. Informiert euch am besten vorab, da die Monate variieren können.
Tag 20: Below Sea Level
DISTANZ: 530 km
Im Death Valley kann es tagsüber locker bis zu 40 Grad heiß werden. Wir haben uns deshalb früh auf den Weg gemacht und uns zum Frühstück nur etwas Kleines beim Kiosk geholt, da die Restaurants im Hotel zu der Zeit leider noch nicht geöffnet haben.
Nach zweieinhalb Stunden Fahrt sind wir bei den Mesquite Flats Sanddünen angekommen. Fast eine Stunde entfernt liegt die Artist Platte. Da der Artist Drive eine Einbahnstraße ist, macht es Sinn erst zum Badwater Basin zu fahren und auf dem Rückweg dann zur Artist Platte. Unser letzter Stop war der Zabriskie Point, bevor es wieder zwei Stunden zurück nach Las Vegas ging.
Zurück im Hotel haben wir uns kurz umgezogen und sind dann ins South Outlet gefahren, dort haben wir den Rest des Tages mit Shoppen und Essen verbracht.
Death Valley National Park
Der Death Valley National Park liegt ganz im Osten von Kalifornien, recht nahe der Grenze zu Nevada, etwa 400 Kilometer von Los Angeles und 200 Kilometer von Las Vegas entfernt. Im Sommer ist auch die Zufahrt vom Yosemite National Park aus möglich, sobald der Schnee auf der Tioga Road geräumt ist. Sehenswert ist das Tal des Todes aufgrund seiner von der Hitze geprägten Wüstenlandschaft, die bis zu 86 Meter unterhalb des Meeresspiegels liegt und einmalige Ausblicke bereithält:
Badwater Basin
Zabriskie Point
Dante’s View
Mesquite Flat
Artist’s Palette
Salt Creek Interpretive Trail Boardwalk (zerstört durch eine Sturzflut im Jahr 2022, ist der Trail leider noch immer nicht wieder aufgebaut)
Tom Kelly's Bottle House
Der National Park ist wirklich sehr divers: Sandwüste, Salzfläche, Berge und unterschiedliches Gestein. Allerdings sind es weite Wege zwischen den einzelnen Punkten.
Tag 21: Vegas, Baby!
DISTANZ: 15 km
Nachdem wir unser Auto am Airport abgegeben haben, sind wir von dort mit dem uber zum Las Vegas Sign gefahren. Wir haben das obligatorische Foto gemacht und sind zu Fuß Richtung Strip spaziert. Wir waren unter anderem im Coca Cola Store, haben Süßigkeiten bei Hershey's Chocolate World probiert und Fotos im Stranger Things Shop gemacht.
Danach ging es weiter Richtung Bellagio und den berühmten Fontänen. Natürlich mussten wir auch ins Caesars Palace und Flamingo. Kaum zu glauben, aber im Innenhof des Hotels kann man tatsächlich echte Flamingos (und auch Schildkröten) bestaunen. Ich gehe schon seit Jahren nicht mehr in den Zoo und hier wurde mir wieder bewusst, warum; die Tiere sind in viel zu kleinen Käfigen gefangen und werden zur Schau gestellt. Der Gestank ist zudem unerträglich, sodass ich doppelt froh war, diesen Ort schnell zu verlassen.
Wir haben uns ein uber genommen und sind etwa 30 Minuten zum Neon Museum gefahren. Wir waren etwas zu früh für den Sonnenuntergang, da das Museum recht klein ist, und haben deshalb etwas länger dort verweilt, als es nötig gewesen wäre. Die Zeit kann man sich mit dem Lesen der kleinen Info-Schilder vertreiben, oder indem man sich mit den Angestellten des Museums unterhält. So erfährt man noch etwas mehr zu der Geschichte von Las Vegas und der Menschen, die es zu dem großatigen Ort gemacht haben, der er heute ist. Zum Sonnenuntergang wurde es richtig voll und im Dunkeln kamen die Schilder so richtig zur Geltung.
Nicht die beste Idee in dieser Gegend, aber wir sind zu Fuß nach Downtown. Vorbei an ‘Casa del Sabor - The best Tacos in Las Vegas’. Erst auf den zweiten Blick erkannten wir, dass die Autos nicht zum Tanken, sondern zum Essen abholen hier standen. Ich konnte nicht anders und habe mir auch einen vegetarischen Tacco bestellt. Dazu gabe es Zwiebeln und Dip, einfach super lecker. Nach 20 Minuten kamen wir an der Fremont Street an. Eine einzige Party, total voll und trotzdem entspannter als auf dem Strip. Über unseren Köpfen eine riesige Leinwand. Verlässt man diese Partymeile kommt man in einer Straße mit vielen Bars und Restaurant, an dessen Ende sogar ein moderner Container Park steht.
Mit dem uber ging es zurück zum Bellagio, wo wir die Wasser-Show im Dunkeln angeschaut haben. Dann ging es rein zur Show ‘O’ by Cirque du Soleil - einfach nur beeindruckend.
Nicht geschafft hatten wir bisher Venezia. Deshalb sind wir nach der Show noch mal rüber, leider ist hier um 1.00 Uhr nachts schon alles geschlossen. Trotzdem sah es sehr niedlich aus das kleine Venedig - wenn auch bei weitem nicht so schön, wie das Original. Auf der Brücke zwischen dem Palazzo und Wynn hatten wir den besten Blick auf die Sphere - dem Sphere Vista Point. Von hier sind wir dann auch mit dem uber zurück ins Hotel.
Las Vegas
Keine andere Stadt verkörpert die schillernde Welt der Unterhaltung so sehr wie Las Vegas. Sofort denkt man an den legendären Strip mit seinen Casinos, spektakulären Shows und großartigen Sportevents. Die lebhafte Fremont Street hingegen überzeugt mit Retro-Charme, der beeindruckenden Viva Vision Lichtshow und einem Container Park, der zum entspannten Verweilen einläd.
Strip
Fontäne vor dem Bellagio (bis 18.00 Uhr alle 30 Minuten, danach alle 15 Minuten)
The Sphere
Neon Museum (am besten zum Sonnenuntergang, damit ihr das Ganze im Hellen und Dunkeln sehen könnt)
Fremont Street
Container Park
UNTERKUNFT IN LAS VEGAS
Durango Casino & Resort
Das moderne fünf Sterne Resort liegt etwa 20 Minuten Autofahrt vom Strip entfernt. Der Poolbereich ist super schön, allerdings sind die Öffnungszeiten etwas gewöhnungsbedürftig; erst ab 10 Uhr morgens geöffnet und mit Ausnahme vom Freitag Abend, schließt der Poolbereich bereits um 18 Uhr. Und auch, dass für bestimmte Plätze direkt am Pool 100 Dollar pro Tag gezahlt werden müssen, hat uns ziemlich irritiert. Die Food Area mit unzähligen verschiedenen Restaurants ist großartig und auch das Essen am Pool ist super lecker. Wie in allen Hotels in LasVegas darf das Casino natürlich nicht fehlen.
Tag 22: Poolday
An unserem letzten Tag haben wir Morgens unsere Sachen gepackt, ausgecheckt und einfach nur den ganzen Tag am und im Pool verbracht, bevor es gegen 17 Uhr mit dem uber zum Flughafen ging.
unsere Kosten in der Übersicht
Die USA sind kein günstiges Reiseziel - Essen und Unterkünfte können richtig ins Geld gehen. Vor allem an touristischen Orten wird es teuer, auch beim Tanken.
Flüge: 1.380,00 Euro
Transport (Auto, Tanken, uber, etc.): 1.057,26 Euro
Unterkünfte: 4.777,96 Euro (ca. 230 Euro pro Nacht)
Aktivitäten: 998,46 Euro
Verpflegung: 1.220,80 Euro (27,75 Euro pro Person am Tag)
Sonstiges: 31,32 Euro
gesamt: 9.465,80 Euro | 4.732,90 Euro pro Person für 3 Wochen
Beim Essen hätten wir definitiv viel mehr ausgeben können. Zum Frühstück gab es bei uns in der Regel Haferflocken mit Obst, entweder als Müsli oder Porridge, zum Mittag häufig FastFood und Abends auch mal Brot mit Tomaten oder Avocado. Richtig Essen sind wir selten gegangen. Bei den Unterkünften geht es hingegen auch günstiger, da haben wir uns schon etwas Luxus gegönnt.
Holt euch in jedem Fall den ‘American the Beautiful Pass’. Er lohnt sich bereits, wenn ihr drei National Parks besucht. Die State Parks, wie etwa Monument Valley oder Valley of Fire, sind hier allerdings nicht inkludiert.
nice to know
Wer in die USA einreisen möchte, benötigt einen ESTA-Antrag. Diesen könnt ihr auch relativ kurzfristig online beantragen.
Super entspannt war es, dass wir wirklich überall mit (Kredit)Karte bezahlen konnten. Wir haben nur Geld abgehoben, um auch mal Trinkgeld geben zu können.
Aber Achtung, in den USA sind alle Preise ohne Mehrwertsteuer ausgewiesen. Stattdessen erheben die einzelnen Bundesstaaten eine sogenannte Sales and Use Tax. Jeder Bundesstaat hat dabei eigene gesetzliche Regelungen und damit eigene Steuersätze und sie werden erst an der Kasse berechnet.
Jeder National und State Park hat ein Visitor Center, bei dem ihr Informationen erhaltet.
Immer mehr Tourist:innen strömen in die National Parks und Wanderrouten sind teils völlig überlaufen. Die Lösung um die Natur zu schützen sind häufig Permits oder Timeslots, die man nicht selten Monate im Voraus buchen muss. Für besonders beliebteste Spots bekommt man nur mittels Lotterie und sehr viel Glück einen Platz. Checkt deshalb unbedingt vorher, ob und wann ihr euch dafür bewerben müsst.
Fazit
Insgesamt sind wir fast 5.500 Kilometer gefahren. Die gesamte Reise war ein einziges Highlight. Am schönstes fanden wir es in Sedona. Aber auch Moab, mit dem Arches und Canyonland National Park, und Page mit dem Horshoe Bend, Antelope Canyon und White Pocket waren einfach nur großartig.
Was würden wir anders machen?
Nicht viel. Tatsächlich waren wir super happy mit allen unseren Zielen, Aktivitäten und Unterkünften. Den ClampingBus würde ich wahrscheinlich nicht noch mal buchen, zumindest nicht für zwei Nächte. Wenn es euch möglich ist und ihr auf jeden Fall einen Helikopter-Flug machen möchtet, solltet ihr idealerweise ein oder zwei Tage als Ausweichtermine in eure Route einplanen, egal, wo ihr diesen machen wollt - Grand Canyon, Las Vegas oder Canyonland.
Aufgrund von Urlauben unserer Kolleg:innen konnten wir nicht im Oktober fahren, sondern waren im September unterwegs. Mir persönlich etwas zu warm.
What else could you do?
Palm Springs
Helikopter-Flug über den Canyonland National Park
Kajak-Tour auf dem Lake Powell
Wanderung im Capital Reef National Park
Bei der Recherche für diesen Urlaub habe ich noch so unfassbar viele weitere schöne Spots gefunden und werde alle Orte in einer Google Maps Karte abspeichern. So könnt ihr euch diesen Aufwand sparen und die für euch ideale Route ganz einfach selber zusammenstellen. Sobald sie fertig ist, ergänze ich sie hier.